Über neue Trends kann sich freuen oder wundern. Gerade mit neuen Technologien sind auch neue Trends verbunden. Hält man Augen und Ohren offen, stolpert man immer häufiger über den Begriff der „Low-Light-Fotografie“. Als ich diesen Begriff das erste Mal im Internet las, dachte ich zuerst an Nachtaufnahmen. Passt ja auch irgendwie: Aufnahmen mit wenig oder keinem Tageslicht. Schaut man sich im Internet um, stößt man im Zusammenhang der „Low-Light-Fotografie“ immer auf die Formulierung, „Low-Light-Fotografie“ sei immer Fotografie im Grenzbereich. Was ist hiermit überhaupt gemeint? Ließt eine Buchbeschreibung auf pearson.ch zum Thema, so wird dem Leser klar, dass es sich es bei „Low-Light-Fotografie“ um Fotografie mit wenig Licht handelt. Handelt es sich dann noch bei Nachtaufnahmen um „Low-Light-Fotografie“? Wohl kaum. Mit wenig Licht zu fotografieren, meint ja nicht nur Verzicht auf einen großen Anteil von Tageslicht, sondern auch Verzicht auf einen großen Anteil von Kunstlicht. Man kann diesen Trend der Fotografie als Fotografie im Grenzbereich im doppelten Sinn verstehen. Erstens: Low-Key-Fotografie bewegt sich in einem Bereich zwischen Hell und Dunkel. Besonders gut geeignete Motive sind sicherlich bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang zu finden. Zweitens: Diese Art der Fotografie setzt auch der Technik Grenzen. Die Schärfe eines Bildes hängt nämlich Verschlusszeit, Blende und Rauschen ab. Wenn man „Low-Light-Fotografie“ betreibt, sollte man sich jedoch nicht entmutigen lassen. Wenn man beim ersten Versuch schlechte Ergebnisse erzielt hat, sollte man dasjenige Motiv nochmals mit verschiedenen Brennweiten, Blenden, Verschlusszeiten oder ISO-Werten fotografieren. Dies dürfte mit einer Digitalkamera kein Problem sein. Man stürzt sich bei einer höheren Menge von Bildern nicht gerade in Unkosten, wie bei der Analogfotografie. Man muss sich gelegentlich etwas Zeit nehmen, um die einzelnen Fotografien auszuwerten.
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