Ich hatte eigentlich nicht mehr vor, mich zu der Diskussion „analoger vs. digitaler Fotografie“ zu äußern. Für mich schienen schon seit langer Zeit alle wesentliche Argumente ausgetauscht und die zwei Fronten einfach zu verhärtet, als dass ich zu dieser Diskussion noch etwas hätte sagen können. Aus diesem Grund habe ich mich auch nicht mehr zu dieser Thematik geäußert. Ich möchte hierzu auch heute nicht mehr großartig etwas schreiben. Neulich viel mir jedoch noch eine Sache auf, die ich für erwähnenswert halte. Es stimmt zwar, dass man mit einer digitalen Kamera kostengünstig eine hohe Anzahl von Bildern aufnehmen kann. Man braucht auch nicht allzu lange zu warten. Man kann sich die Fotos unverzüglich an der Kamera ansehen. Dies ist ja bekanntermaßen mit einer analogen Kamera nicht möglich. Bevor man sich die gemachten Aufnahmen ansehen kann, vergeht noch einige Zeit, da der Film erst entwickelt werden muss. Man kann mit einer analogen auch entsprechend viele Aufnahmen machen. Dies wird aber sicherlich viel Geld kosten. Dies soll jedoch nicht das Thema dieses Beitrages sein. In einem Kommentar blog-7.de habe ich den Einwand zu formulieren versucht, dass nicht die Bilder an etwas erinnern, sondern sich die Menschen an etwas erinnert. Dass Fotos und Bilder helfen, sich an etwas zu erinnern, soll hier auch nicht zur Debatte stehen. Ich möchte nur kurz darauf eingehen, dass es die Fotos sind, die uns behilflich sein können, uns zur erinnern. Unabhängig davon, ob eine Aufnahme auf digitale oder analoge Weise entstand. Es ist nicht die Technik entscheidend, warum wir uns beim Betrachten eines Fotos an einen Urlaub, eine Taufe oder an eine Hochzeit erinnern. Ich habe schon des Öfteren erwähnt, dass ich die analoge Fotografie nicht abwerten möchte. Sie hat sicherlich noch ihre Berechtigung und wer sie liebt, hegt und pflegt, soll es auch gerne noch tun. Damit habe ich noch immer keinerlei Probleme. Ich halte es jedoch für bedenklich zu sagen, dass analoge Bilder besser dafür geeignet sind, sich an etwas zu erinnern. Dies hängt vielleicht mehr oder weniger von der Art und Weise ab, wie man fotografiert. Nehmen wir mal an, jemand kann es sich finanziell leisten, in einem Urlaub eine hohe Anzahl von analogen Bildern zu schießen, hätte dies sicherlich den gleichen Effekt, als hätte diese Person eine digitale Kamera mit einer großen Speicherkarte in den Urlaub genommen. In diesem Fall würde es keinen Unterschied machen, ob man mit einer digitalen oder analogen Kamera fotografiert. Ich behaupte mal, dass diese Person sich nicht daran erinnern kann, an welchem Ort er genau in seinem Urlaube eine Aufnahme gemacht hatte.
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